Berlin, 18. November 2003 - Wie war der Alltag in der DDR? So lautete die Frage. 141 Bürger
antworteten zwischen Juli und November 2003.
Für die meisten Teilnehmer verlief das Leben im Osten eher ruhig. Nur eine Minderheit meint,
daß »trist« die treffendere Vokabel ist. Es handelt sich natürlich um eine
subjektive Angelegenheit. Wie auch das Glas entweder halbvoll oder halbleer ist - je nach Einstellung.
Unbestreitbar ging es in der DDR nicht so hektisch, grell und lärmend zu wie heute. Andererseits
gab es das berüchtigte »Grau in Grau« - nicht besonders erfreulich, aber auch nervenschonend:
Kein Konsumterror - überschaubare Produktvielfalt, keine Reklameflut - die vorhandenen Waren
verkauften sich von selber, keine Existenzangst - Vollbeschäftigung.
Natürlich hätten die Fassaden nicht nur an Honeckers Protokollstrecke ordentlich getüncht
sein sollen. Das komplette Ergebnistableau:
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