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Doku > Die DDR im Jahr 2000
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Wie sieht der nördlichste DDR-Plattenbau heute aus? Wo kann man auch jetzt noch die originellsten DDR-Freiluftfresken besichtigen? -
Diese und andere Fragen beantwortet die Fotodokumentation von Jürgen Hartwig, die den Titel »Die DDR im Jahr 2000« trägt. Gezeigt werden die letzten, im Lande weit verstreuten Reste von
DDR-Überbleibseln. Stellenweise drängt sich der Eindruck auf, als existierte die DDR noch immer.
Der Titel - (scheinbar) im Widerspruch zum wahren Geschichtsverlauf - spielt an auf die noch realexistierenden Dinge jener Ost-Epoche, die man oft nur noch per Zufall hier und dort entdecken kann. Alle Fotos entstanden Ende 2000.
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Im Jahr 2000, 10 Jahre nach der Vereinigung beider deutscher Staaten und dem offiziellen Ende der DDR, besteht die vorletzte Chance, den auf rund 108.000 Quadratkilometern verteilten Rest an DDR-Freiluftzeitzeugnissen fotodokumentarisch festzuhalten. Noch ist nicht alles restlos saniert, abgerissen oder auf der Müllkippe gelandet, was sich bis jetzt in DDR-originalem Zustand gehalten hat. Doch ein sozialistisches Wandbild, das heute noch am ursprünglichen Standort zu sehen und nicht unter Denkmalschutz gestellt ist, kann nächste Woche schon getilgt sein - für alle Zeit, unwiederbringlich. Das voll intakte, architektonisch moderne Palast-Hotel und die Berliner Gaststätte »Ahornblatt« (hier sogar trotz Denkmalschutz) ereilte dieses Schicksal bereits.
Nicht um der DDR-Nostalgie zu frönen ist es wichtig, diese still und ohne Gegenwehr verschwindenden Zeitzeugnisse
fotografisch zu dokumentieren, sondern um eine generelle Bestandsaufnahme des nach 10 Jahren Deutscher Einheit noch Vorhandenen vorzunehmen. Vieles DDR-Spezifische verblaßt in der Erinnerung, und in wenigen Jahrzehnten weiß niemand mehr, wie eine DDR-Telefonzelle oder ein FDGB-Erholungsheim aussahen.
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Bald werden alle ostdeutschen Straßen erneuert und keine Gehwegplatte aus VEB-Produktion mehr im Stadtbild zu sehen sein. Was bleiben wird an Unschönem oder Schönem aus der DDR-Vergangenheit, das wissen wir heute noch nicht. Aber an Schulen und Universitäten wird gelehrt werden, daß es mal »eine DDR« und »realexistierenden Sozialismus« in Deutschland gegeben hat - und dann werden unsere Kinder und Enkel wissen wollen, wie es damals aussah in
dieser »DDR«. Dann werden Fotos, Filme und Bücher darüber Auskunft geben müssen.
Die Dokumentation umfaßt ca. 160 Seiten, teils farbig, im Laserverfahren hergestellt, mit Vorwort von Autor Jürgen Hartwig,
EVP 15,- EUR, nicht im Buchhandel erhältlich, sondern nur beim Verein per Bestellformular, im Intershop 2000 oder bei
Jürgen Hartwig unter Tel. 030 / 788 57 39. Versand auf Rechnung, zzgl. 1,44 EUR Versandkosten.
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