Das beste aller Ostprodukte, das ist der scheinbar so gewöhnliche Ostapfel. »An apple a day keeps the doctor away«, den Spruch kennt heute zwar jeder. Aber wer handelt danach?
Zu DDR-Zeiten machten Äpfel etwa die Hälfte des verzehrten Obstes aus. »Innerhalb des Obstaufkommens der DDR nimmt der Apfel die dominierende Stellung ein«, formulierte das Forschungsinstitut für Obst- und Gemüseverarbeitung. »Pflaumen, Kirschen und Beerenobst haben im Rahmen des Standardproduktionssortiments aus klimatischen, erntetechnischen und verwendungsspezifischen Gründen eine weitaus geringere Bedeutung.«
Die Obst-Verantwortlichen gerieten ins Schwärmen, wenn es um die Vorzüge des Apfels ging. Gab es noch eine andere Frucht, die so wohlschmeckend, erfrischend und vitaminreich war und sich dazu noch über das ganze Jahr frisch hielt?
Riesige Obstplantagen waren in der DDR für Äpfel reserviert. Jeder Bürger hatte gewissermaßen seinen eigenen Apfelbaum. Importe aus New Zealand oder South Africa - überflüssig. 1981 standen im Havelland 17 Mio. Apfelbäume. 17 Mio., das entsprach genau der Einwohnerzahl der DDR.
Äpfel aus Ostdeutschlands größten Obstgärten:
veos Vertriebsgesellschaft für Obst Dresden.
Verein zur Dokumentation der DDR-Alltagskultur e.V.