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Umfrage > Osten verbieten


Berlin, 5. Februar 2001 - Verbieten oder nicht verbieten, das war die Frage. Ganz exakt: Der Osten Deutschlands ist zum Aufmarschgebiet der Rechten geworden. Soll der Osten daher ein für allemal verboten werden?

Rechtsextremismus schadet dem Ansehen Deutschlands und schreckt Investoren ab. Deshalb spricht viel für die verblüffend einfache Lösung: auf einen Schlag den kompletten Osten samt Glatzen und »stummer Mehrheit« v e r b i e t e n. Dann wäre der Osten weg und stört nicht mehr. Schließlich sind Ostler von Ulbricht und Honecker Verbote ohnehin gewöhnt.

Was sagten die 385 Bürger, die zwischen Oktober 2000 und Januar 2001 votierten? Weit mehr als Hälfte wollten nicht den Osten, sondern die Umfrage selber verbieten - Test bestanden. Immerhin ein Viertel stimmte jedoch für die pauschalierende Verdammung einer ganzen Region. Jeder Siebente lehnte ein Verbot als die klassische Überreaktion des Staates ab. Das komplette Ergebnistableau:

 
 Auswertung 
Antwort Prozent Stimmenzahl
Diese Umfrage sollte verboten werden 58,71 226
Ja, klaro 24,675 95
Nein, bringt nichts 13,25 51
Weiß nicht (jein) 3,38 13
 

Background: Der gemeinnützige Verein zur Dokumentation der DDR-Alltagskultur e.V. wurde 1994 in Berlin gegründet und hat 110 Mitglieder sowohl aus den Neuen als auch aus den Alten Bundesländern. Vereinsaufgabe ist u.a., die kulturell-politische Bildung zu fördern.

 
 

Verein zur Dokumentation der DDR-Alltagskultur e.V.


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