Herzlich willkommen bei »Kost the Ost«,
dem Quartettspiel mit dem weltweit höchsten Geschmacksaufkommen! 46 Spielkarten
dokumentieren jenes Stück Gaumen-Geschichte, das die Ostdeutschen
ins Gesamt-Deutschland einbringen.
Hält der Inhalt aber auch, was die Verpackung verspricht?
Der Etikettenschwindel lauert schließlich überall, wo man geht und kauft. -
Nicht so bei »Kost the Ost«! Vor Ihren Augen legen wir unsere Hand ins Feuer:
Wo Osten draufsteht, ist auch Osten drin.
DDR-Produkte waren berühmt für ihr verschwenderisches Verpackungs- und
Etikettendesign - immer getreu der Marxschen Maxime: »Das Auge ißt
mit!« Ob in Kaufhalle oder Konsum: Die Werktätigen
übten den klassenbewußten Pawlowschen Reflex und hielten das
Verkaufspersonal rund um die Uhr auf Trab. Auf diese Weise wurde das
Verdauungsproblem als soziales Problem gelöst und mit drei Biersorten
mehr Beschäftigung erreicht als heute mit dreihundert.
Fabian Tweder, Tobias Stregel: Kost the Ost. Das Etiketten-Quartett, bei dem Sie immer gute Karten haben · 46 Spielkarten, Rückseite, Eulenspiegel Verlag Berlin 1996.